Bündnis 90/Die Grünen  Verbandsgemeinde Bad Bergzabern

 

    15.01.2007
    Stellungnahme der Grünen Verbandsgemeinde und Stadt Bad Bergzabern
    zu den Aussagen und Gedanken von Innenminister Karl-Peter Bruch

    Nun also doch. Die große Politik erkennt, dass die städtische- und kommunale Entwicklung der letzten Jahrzehnte nicht mit den Bedürfnissen der Zukunft konform gehen. Grüne der Verbandsgemeinde und Stadt Bad Bergzabern können dem Innenminister in seinen Aussagen nur zustimmen, nehmen aber auch mit Befremden wahr, dass die Resonanz bei den angesprochenen kommunalen Vertretern im wesentlichen ausbleibt. Deutlich erleben es die Bürger von Bad Bergzabern die letzten Monate. Während es im gewerblichen Speckgürtel der Stadt boomt, die nächsten FOOD- und NONFOOD-Discounter werden wohl demnächst ihre Bauvorhaben beginnen, ein weiterer überlegt sich wohl, ob es strategisch nicht geschickter wäre, ein paar hundert Meter weiter umzuziehen und dort sein Shoppingparadies zu eröffnen ..... . Und wer bleibt dann noch in der Innenstadt?
    Hauptsache, das Angebot stimmt. Wie sich die Menschen, die (noch) die Innenstadt besiedeln dann mit den Grundnahrungsmitteln versorgen bleibt eben deren Problem. Vielleicht hilft ein von der Gemeinschaft unterstütztes Taxi- oder Shuttlesystem, das diese Bevölkerungsgruppe dann einmal täglich ins neue Kaufparadies befördert.
    Egal, ob in Bad Bergzabern der Discounterwahn am Kreisel, in Landau der von den dortigen kommunalen Vertretern herbeigesehnte Vergnügungskomplex für Besucher aus ganz Deutschland, Europa und der weiten Welt: vielerorts scheint den Entscheidungsträgern der Blick in die Zukunft getrübt, der Blick über den eigenen Kirchturm hinaus verwehrt.
    Zu erwähnen wäre, dass in der Vergangenheit neben den Vertretern der Grünen nur sehr selten auch andere politische Gruppen explizit gegen das ungezügelte Wachstum außerhalb der Ortskerne in den Stadträten gestimmt hatten.
    Wir, die Grünen, danken jedenfalls Herrn Minister Bruch für seine Stellungnahme und hoffen, dass vielleicht der Eine oder der Andere Entscheidungsträger in den Kommunen diese Gedanken in sein Entscheidungskalkül mit einbeziehen wird. (gr)